MRT von Kopf bis Fuß

Allgemeine Informationen

Die Kernspintomographie, auch Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) genannt, ist ein hochmodernes Diagnoseverfahren, welches ohne Anwendung von Röntgenstrahlen Bilder des menschlichen Körpers erzeugt und krankhafte Veränderungen sichtbar macht.

Neben anatomischen Details können auch funktionelle Aspekte, wie zum Beispiel Entzündungsreaktionen, sichtbar gemacht werden. Da die Kernspintomographie, wie auch die Ultraschalldiagnostik, ohne Strahlung auskommt, eignet sie sich daher auch gut für Kinder und jüngere Menschen. 

Hier finden Sie nützliche Informationen rund um die MRT Untersuchung in unserer Praxis.

Kernspintomographie


Zentrales Nervensystem

Die MRT bietet durch Ihren exzellenten Weichteilkontrast optimale Voraussetzungen, um Gehirn und Rückenmark abzubilden und Störungen in Aufbau und Funktion darzustellen. So können zum Beispiel Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Stoffwechselerkrankungen oder bösartige Erkrankungen zuverlässig erkannt werden. Hochauflösende Zusatzuntersuchungen können Nerven und kleinste Gefäße im Millimeterbereich darstellen.


Gefäßsystem (MR-Angiographie)

Die MR-Angiographie ist eine hoch-genaue, schmerzlose Untersuchungsmethode, um Gefäße im Kopf-Hals Bereich, am Körperstamm (Hauptschlagader) oder an Armen und Beinen darzustellen. Somit können krankhafte Gefäßveränderungen, wie zum Beispiel Einengungen (Stenosen) oder Erweiterungen (Aneurysma) gefunden und bezüglich ihrer Schwere exakt beurteilt werden. Da sie ohne Strahlung auskommt, eignet sie sich auch hervorragend als Vorsorgeuntersuchung.


Gelenke, Wirbelsäule

Die MRT ist eine zuverlässige, nicht invasive Methode bei der Diagnostik orthopädischer oder rheumatischer Erkrankungen der großen und kleinen Gelenke. Sie kann Verletzungen von Muskeln und Bänder nachweisen und krankhafte Gelenkveränderungen darstellen und Ihrem Arzt bei der Wahl der Behandlung entscheidend Hilfe leisten.

Während Röntgenverfahren ihren Schwerpunkt auf knöcherne Veränderungen der Wirbelsäule legen, kann die MRT wichtige Weichteilstrukturen sichtbar machen: Die Beurteilung von Bandscheiben, Bändern und Nerven ist somit exakt möglich. Daher ist die Methode bestens geeignet, um zum Beispiel einen Bandscheibenvorfall oder eine Einengung des Rückenmark-Kanals (Spinalkanalstenose) zu diagnostizieren.


Bauchorgane

Die MRT steht bei der Diagnostik von Erkrankungen des Bauchraumes in Konkurrenz zur Computertomographie. Insbesondere bei Spezialuntersuchungen von Leber und Gallengängen (MRCP) oder bei der Abklärung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse und Nieren ist die MRT hervorragend geeignet. Bei der Diagnostik chronisch entzündlichen Darmerkrankungen oder bei Erkrankungen der Beckenorgane ist die MRT der CT überlegen (Sellink MRT).


Prostata MRT

Die multiparametrische MRT der Prostata ist eine moderne Untersuchungsmethode, um bösartige Veränderungen sicher darzustellen. Sie kann bei Karzinomverdacht (z.B. erhöhtem PSA-Wert) Ihrem Urologen helfen: Einmal, um einen Tumor auszuschließen, oder aber um ein tumorverdächtiges Areal anzuzeigen, welches mittels Probeentnahme (Biopsie) zielsicher abgeklärt werden sollte. Die Untersuchung wird entsprechend aktueller Leitlinien ausgewertet und beurteilt (PI-RADS V2).

Die aufwändige mpMRT der Prostata ist in der geltenden Gebührenordnung leider noch nicht enthalten und daher keine generelle Kassenleistung für gesetzlich versicherte Patienten (Kassenpatienten). Im Rahmen einer Einzelfallentscheidung kann jedoch der Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt werden. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die Untersuchung. Weitere Informationen erhalten Sie hier.


Weibliche Brust (MR-Mammographie)

Die MR-Mammographie ist eine Untersuchung der weiblichen Brust im Kernspintomographen. Sie arbeitet ohne Röntgenstrahlen, ist schmerzfrei und äußerst präzise. Millimetergenau wird die Brust auf gut- oder bösartige Veränderungen untersucht.Die MR-Mammographie wird zur Abklärung bei Problemfällen eingesetzt, bei der Tumornachsorge oder aber bei der Brustkrebs-Vorsorge von Hochrisikopatientinnen eingesetzt. Weiterhin ist sie für die Beurteilung von Brustimplantaten bestens geeignet.

Für gesetzlich Versicherte Patienten ist die MR-Mammographie bei bestimmten Einsatzgebieten Kassenleistung und wird von Ihrer Krankenkasse übernommen. Private Krankenversicherungen übernehmen die Kosten für die Untersuchung. Weitere Informationen erhalten Sie hier.


MRT bei Hirnleistungsstörungen - Analyse durch künstliche Intelligenz (KI)

Demenzen werden häufig zu spät erkannt. 

Dabei kann eine frühe Diagnose helfen, harmlose Störungen von ernsthaften Erkrankungen zu unterscheiden um dann ggf. schnell eine Behandlung zu beginnen.

Modernste Computertechnik (künstliche Intelligenz - KI) kann mithilfe hochauflösender 3D-Aufnahmen Hirnstrukturen exakt vermessen und mit Referenzwerten Gesunder vergleichen. Dabei werden krankhafte Veränderungen oft früher identifiziert, als es selbst das geschulte Auge eines erfahrenen Radiologen erlaubt. Weitere Informationen erhalten Sie hier.